Wie viel Chemie steckt eigentlich in einer guten Tasse Kaffee? Und welche Rolle spielt Mathematik, wenn ein Industrieunternehmen täglich tausende Produkte bewegt?
Wir wollten zeigen, wie eng Unterricht und Unternehmenspraxis zusammenhängen und wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in einem mittelständischen Chemieunternehmen sind.
Chemie erleben statt nur darüber sprechen
Den Auftakt machte am 3. Juli der Chemie-Projekttag, der von Klaus, Marie aus unserem technischen Kundendienst und unserer neuen Kollegin Lena aus dem Bereich HSE organisiert wurde.
Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung stand eine Frage im Mittelpunkt, mit der zunächst wohl niemand gerechnet hatte:
Was hat Chemie eigentlich mit Kaffee zu tun?
Die Antwort überrascht. Mit unseren Reinigungslösungen sorgen wir dafür, dass Kaffeemaschinen hygienisch sauber bleiben und Kaffee dauerhaft seinen vollen Geschmack entfalten kann. Kalkablagerungen, Milchreste und Rückstände aus der Kaffeebohne stellen dabei ganz unterschiedliche Herausforderungen dar, die nur mit dem passenden Reinigungskonzept zuverlässig gelöst werden können.
Passend dazu drehte sich an diesem Tag alles um das Thema Entkalkung.
Nach einer Einführung in den Sinnerschen Kreis, der die vier Faktoren Chemie, Mechanik, Temperatur und Zeit beschreibt, arbeiteten die Jugendlichen in kleinen Gruppen an verschiedenen Versuchsstationen. Sie untersuchten, welchen Einfluss unterschiedliche Säuren, Temperaturen und sogar Ultraschall auf den Entkalkungsprozess haben und welche Methode dabei besonders energieeffizient ist. Damit wurde schnell deutlich, dass Reinigung nicht nur wirksam, sondern auch nachhaltig sein sollte.
An einer weiteren Station wurde Kaffee auf ganz unterschiedliche Arten zubereitet. Obwohl überall dieselbe Kaffeebohne verwendet wurde, entstanden mit Cold Brew, French Press und Kazumi Coffee drei völlig unterschiedliche Geschmackserlebnisse, die anschließend gemeinsam verkostet wurden.
Beim gemeinsamen Mittagessen mit frischen Bowls diskutierten die Teilnehmer die Versuchsergebnisse und stellten viele Fragen zu Chemie, Nachhaltigkeit und dem Arbeitsalltag bei Schulz & Sohn.
Mathematik als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen
Nur wenige Tage später stand ein weiteres Fach im Mittelpunkt, das oft unterschätzt wird: Mathematik.
Gemeinsam mit dem Mathematik-Leistungskurs zeigten wir, dass mathematisches Denken weit über Formeln und Gleichungen hinausgeht. Ob Absatzprognosen, Investitionsentscheidungen oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen, viele unternehmerische Entscheidungen basieren auf mathematischen Modellen.
Die Lernenden schlüpften dabei selbst in die Rolle von Vertrieb, Controlling und Unternehmensleitung. In verschiedenen Gruppenaufgaben analysierten sie Absatzentwicklungen, berechneten den Break-even Point, bewerteten Investitionen und diskutierten Chancen sowie Risiken ihrer Entscheidungen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie ein modernes Industrieunternehmen eigentlich funktioniert. Anhand unseres Material-, Informations- und Finanzflusses wurde sichtbar, wie viele Prozesse täglich ineinandergreifen, damit am Ende ein Produkt zuverlässig beim Kunden ankommt.
Zum Abschluss bot eine offene Fragerunde mit unserem Geschäftsführer Mark Raum für persönliche Einblicke in den Unternehmensalltag. Themen wie künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Karrierewege und die Zukunft mittelständischer Unternehmen führten zu spannenden Gesprächen auf Augenhöhe.
Ein Blick hinter die Kulissen
Beide Projekttage haben gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Schule und Unternehmen ist. Praxis macht theoretisches Wissen greifbar und eröffnet neue Perspektiven für die berufliche Zukunft.
Unser herzlicher Dank gilt allen Teammitgliedern, die diese beiden Veranstaltungen mit großem Engagement vorbereitet und begleitet haben. Ein besonderer Dank geht an Klaus, Mark, Marie, Lena und Nadja für die Organisation sowie an alle Lernenden für ihre Neugier, ihre Fragen und die spannenden Diskussionen.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch und darauf, auch künftig junge Menschen für Chemie, Mathematik und die vielfältigen Aufgaben in unserem Unternehmen zu begeistern.

Vielen Dank für den Delikatessenkorb!




